Lunge stärken, Bewegung erleben und Gesundheit fördern: Der VfL Pinneberg lädt zum großen Lungensportfachtag ein.
Pinneberg, September 2026 – Seit 40 Jahren ist Lungensport ein fester Bestandteil des Gesundheitsangebots beim VfL Pinneberg. Dieses besondere Jubiläum nimmt der Verein zum Anlass, am Samstag, den 26. September 2026, von 10:00 bis 12:00 Uhr zu einem großen Lungensportfachtag einzuladen. Veranstaltungsort ist der VfL Pinneberg, Fahltskamp 53, 25421 Pinneberg.
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen mit Lungenerkrankungen, deren Angehörige sowie alle Interessierten, die mehr über die Gesundheit ihrer Atemwege und die Möglichkeiten von Bewegung bei Lungenerkrankungen erfahren möchten.
Fachwissen aus erster Hand
Ein besonderer Programmpunkt sind zwei Vorträge von PD Dr. Hans-Peter Hauber, Chefarzt für Pneumologie und Beatmungsmedizin der Regio Kliniken.
Im ersten Vortrag geht es um die Frage:
„Was kann ich meiner Lunge Gutes tun? – Prävention für gesunde Atemwege“
Anschließend widmet sich PD Dr. Hauber dem Thema:
„Aktiv trotz Lungenerkrankung: Die richtige Bewegung finden.“
Damit verbindet der Fachtag medizinisches Fachwissen mit ganz konkreten Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden und etwas für die eigene Gesundheit zu tun.
Lungensport selbst ausprobieren
Neben den Vorträgen können die Besucherinnen und Besucher Lungensport auch direkt selbst kennenlernen. In einer kurzen Mitmach-Einheit gibt Dieter Fischer, einer der ausgebildeten Lungensporttrainer des VfL Pinneberg, Einblicke in die praktische Arbeit einer Lungensportgruppe.
Dabei können Interessierte erleben, wie gezielte Bewegung und Atemübungen miteinander verbunden werden und welchen Stellenwert körperliche Aktivität im Umgang mit einer Lungenerkrankung haben kann.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vor Ort einen Lungenfunktionstest durchführen zu lassen.
40 Jahre Lungensport beim VfL Pinneberg
Der Lungensport hat beim VfL Pinneberg eine lange Tradition: Vor 40 Jahren wurde die erste Lungensportgruppe des Vereins gegründet. Was damals mit einer Gruppe begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem festen und wichtigen Bestandteil des Vereins entwickelt.
Heute gibt es beim VfL Pinneberg fünf gut gefüllte Lungensportgruppen, in denen jede Woche gezielt an der Gesundheit und körperlichen Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden gearbeitet wird. Dabei geht es nicht nur um Bewegung, sondern auch um den Austausch in der Gruppe und darum, trotz einer Lungenerkrankung aktiv am Leben teilzunehmen.
„40 Jahre Lungensport sind für uns ein besonderer Grund zum Feiern – vor allem aber ein Grund, den Lungensport noch bekannter zu machen“, so der VfL Pinneberg.
Einladung zum Mitmachen und Weitersagen
Der VfL Pinneberg freut sich über zahlreiche Besucherinnen und Besucher beim Lungensportfachtag. Die Veranstaltung darf und soll gerne weiterempfohlen werden. Wer Menschen kennt, für die das Thema Lungengesundheit, Bewegung oder Lungensport interessant sein könnte, ist herzlich eingeladen, auf den Fachtag aufmerksam zu machen.
Der VfL Pinneberg freut sich auf alle Interessierten und auf einen informativen, aktiven und besonderen Vormittag zum 40-jährigen Lungensport-Jubiläum.
Auf einen Blick
Großer Lungensportfachtag – 40 Jahre Lungensport beim VfL Pinneberg
Wann: Samstag, 26. September 2026, 10:00–12:00 Uhr
Wo: VfL Pinneberg, Fahltskamp 53, 25421 Pinneberg
Programm:
- Zwei Fachvorträge von PD Dr. Hans-Peter Hauber, Chefarzt für Pneumologie und Beatmungsmedizin der Regio Kliniken
- „Was kann ich meiner Lunge Gutes tun? – Prävention für gesunde Atemwege“
- „Aktiv trotz Lungenerkrankung: Die richtige Bewegung finden.“
- Lungensport zum Ausprobieren mit Lungensporttrainer Dieter Fischer
- Möglichkeit zum Lungenfunktionstest
- Informationen zum Lungensportangebot des VfL Pinneberg
- 40 Jahre Lungensport beim VfL Pinneberg
Kontakt:
VfL Pinneberg
Tel.: 04101 556020
E-Mail: info@vfl-pinneberg.de
Homepage: www.vfl-pinneberg.de
Interview mit PD Dr. Hans-Peter Hauber:
„Für unsere Lunge ist Bewegung enorm wichtig“
Wie fit ist meine Lunge? Was kann ich selbst tun, um sie gesund zu halten? Und welche Bewegung ist auch bei Asthma oder COPD geeignet? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es beim Lungenfachtag des VfL Pinneberg am 26. September von 10 bis 12 Uhr. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten: Besucherinnen und Besucher können ihre Lungenfunktion testen lassen, verschiedene Mitmachangebote ausprobieren und sich rund um Lungengesundheit und Bewegung informieren.
Medizinisches Wissen aus erster Hand gibt es in zwei Vorträgen von PD Dr. Hans-Peter Hauber, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Regio Kliniken: „Was kann ich meiner Lunge Gutes tun? – Prävention für gesunde Atemwege“ und „Aktiv trotz Lungenerkrankung – die richtige Bewegung finden“.
Im Interview erklärt der Lungenexperte vorab, was jeder selbst für seine Lungengesundheit tun kann, was wir beim Sport eigentlich trainieren – und warum Atemnot nicht automatisch bedeutet, auf Bewegung verzichten zu müssen.
1. Kann man seine Lunge eigentlich genauso trainieren wie Muskeln oder das Herz?
PD. Dr. Hans-Peter Hauber: „Nicht ganz. Die Lunge selbst lässt sich tatsächlich nur begrenzt trainieren. Bei einem gesunden Erwachsenen wird sie durch Sport nicht größer oder leistungsfähiger. Trainieren können wir aber sehr wohl alles, was rund um die Atmung passiert. Zum einen wird die Atemmuskulatur beansprucht, allen voran das Zwerchfell, unser wichtigster Atemmuskel. Zum anderen wird das Herz-Kreislauf-System leistungsfähiger. Das Herz kann mehr Blut und damit mehr Sauerstoff zu den Muskeln transportieren. Gleichzeitig lernen die Muskeln, den angebotenen Sauerstoff besser zu nutzen. Das Zusammenspiel wird also effizienter. Deshalb atmet ein trainierter Mensch bei derselben Belastung ruhiger und kommt weniger schnell außer Atem als ein untrainierter. Die Lunge hat dabei nicht unbedingt „mehr Leistung“ bekommen. Vielmehr ist der gesamte Körper ist besser darin geworden, mit dem vorhandenen Sauerstoff umzugehen. Und genau das ist einer der großen Effekte von regelmäßigem Sport.“
2. Was kann jeder selbst tun, um seine Lunge möglichst lange gesund zu halten?
„Ganz oben steht: nicht rauchen. Das ist das Wichtigste, was man selbst für seine Lungengesundheit tun kann. Daneben hilft ein aktiver Lebensstil. Wir sitzen heute sehr viel, beruflich wie privat. Deshalb sollte Bewegung einen festen Platz im Alltag haben. Und Lungengesundheit bedeutet auch, Beschwerden nicht über Monate zu ignorieren. Anhaltender Husten oder eine zunehmende Kurzatmigkeit sind keine Dinge, an die man sich einfach gewöhnen sollte. Lieber einmal zu früh nachschauen lassen als zu lange eine Erkrankung zu übersehen.“
3. Warum ist Rauchen so schädlich für die Lunge?
„Rauchen schädigt nicht nur die Lunge, sondern praktisch den ganzen Körper. Es erhöht das Risiko für einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt und Gefäßerkrankungen bis hin zum sogenannten Raucherbein. Und natürlich trifft der Zigarettenrauch die Atemwege unmittelbar. Mit jedem Zug gelangen zahlreiche Schadstoffe und krebserregende Substanzen in die Lunge. Die Flimmerhärchen, die unsere Atemwege eigentlich sauber halten, können ihre Arbeit immer schlechter machen, und es entstehen Entzündungen. Das kann zu COPD, einem Lungenemphysem und Lungenkrebs führen. Gleichzeitig sorgt Kohlenmonoxid dafür, dass der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Kurz gesagt: Rauchen ist Gift für den gesamten Organismus. Eine unschädliche Menge gibt es nicht.“
4. Sollte ich für meine Lungengesundheit Ausdauersport machen - oder tut auch ein Spaziergang der Lunge gut?
„Spazierengehen ist hervorragend und wird oft unterschätzt. Gerade ein flotter Spaziergang tut der Lunge und den gesamten Organismus gut. Das Gleiche gilt für Radfahren: Es bringt den Kreislauf in Schwung, fordert die Atmung und trainiert die Muskulatur. Man muss also keineswegs joggen oder zum Marathonläufer werden, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Auch Schwimmen, Wandern oder Training im Verein sind sehr gut geeignet. Und Krafttraining sollte man nicht vergessen, denn eine gute Muskulatur hilft uns, im Alltag belastbar zu bleiben. Die beste Bewegung ist letztlich die, die man regelmäßig macht. Wenn ich jemandem Joggen empfehle, der Joggen hasst, wird er vermutlich nach drei Wochen wieder aufhören. Es sollte also auch Spaß machen und zum eigenen Leben passen.“
5. Beim Sport außer Atem zu sein, ist ja zunächst normal. Wann wird Atemnot zum Warnsignal?
„Genau, diese Unterscheidung ist wichtig. Bei körperlicher Anstrengung atmet jeder schneller und es ist völlig normal, auch mal aus der Puste zu kommen. Entscheidend ist, ob sich etwas verändert. Tritt etwa bei einer Belastung plötzlich Luftnot auf, die vor einigen Wochen oder Monaten noch problemlos möglich war, sollte das ärztlich abgeklärt werden. Das gilt auch für länger anhaltenden Husten, pfeifende Atemgeräusche, Auswurf oder ein Engegefühl im Brustkorb.
6. Damit sind wir beim zweiten Vortrag des Lungenfachtags: Darf man mit Asthma oder COPD überhaupt Sport treiben?
„Ja, in den meisten Fällen ist Bewegung sogar ausdrücklich erwünscht. Allerdings muss man unterscheiden: Ein junger Mensch mit gut eingestelltem Asthma hat natürlich andere Voraussetzungen als ein älterer Patient mit einer fortgeschrittenen COPD. Deshalb sollte man wissen, wo die eigenen Grenzen liegen und welche Belastung zur jeweiligen Erkrankung passt. Gerade wer lange keinen Sport gemacht hat, sollte den Einstieg mit seinem behandelnden Arzt oder seiner Ärztin gut abstimmen.
7. Was würden Sie jemandem mit einer Lungenerkrankung empfehlen, der nach langer Pause wieder mit Sport anfangen möchte?
„Vor allem nicht gleich dort anfangen, wo man vor zehn oder zwanzig Jahren aufgehört hat. Lieber mit einer realistischen Belastung beginnen und sich langsam steigern. Regelmäßigkeit bringt mehr als eine sehr intensive Trainingseinheit, nach der man erst einmal eine Woche Pause braucht. Bei stärkeren Einschränkungen sind spezielle Lungensportgruppen, wie sie auch im VfL Pinneberg angeboten werden, eine sehr gute Möglichkeit sein. Hier wird unter fachkundiger Anleitung trainiert. Viele erleben dabei, dass körperliche Anstrengung trotz ihrer Erkrankung möglich ist. Das gibt nicht nur körperlich etwas zurück, sondern auch Sicherheit und Vertrauen in den eigenen Körper.“
8. Was wünschen Sie sich, dass die Besucher nach dem Lungenfachtag mit nach Hause nehmen?
„Vor allem ein besseres Gefühl dafür, was ihrer Lunge guttut und wann sie genauer hinschauen sollten. Wir nehmen unsere Atmung meistens erst dann bewusst wahr, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Dabei können wir schon vorher viel tun. Und ich möchte Menschen mit einer Lungenerkrankung Mut zur Bewegung machen. Man muss keine sportlichen Höchstleistungen erreichen. Wenn jemand wieder eine Treppe besser hochkommt, einen längeren Spaziergang schafft oder im Alltag weniger eingeschränkt ist, ist das ein großer Erfolg. Genau darum geht es: möglichst lange aktiv, belastbar und selbstständig zu bleiben.“




