Wahlprüfsteine der Sportallianz Pinneberg zur Kommunalwahl am 14. Mai 2023

Am Ende der Seite sind alle Antworten als Download und der Hinweis zum Sportforum zu finden.

Die Lehren aus der Corona-Pandemie

Die sportlichen Aktivitäten gingen in Deutschland während der Corona-Pandemie aufgrund geschlossener Sportstätten um 57% zurück. Die Auswirkungen sind verheerend: Gewichtszunahme, Zunahme der häuslichen Gewalt und ein Anstieg des Alkoholkonsums waren u.a. die Folgen. Die Zunahme an depressiven Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern stieg signifikant an.

1) Hat sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Ihre Haltung zum Sport verändert?

2) Welche Rolle sollte der Sport bei der Bewältigung der beschriebenen Auswirkungen spielen und wie kann die Politik da unterstützen?

Schließung des Pinneberger Hallenbades

Kein anderes Bad in Schleswig-Holstein wurde aufgrund der Energiekrise geschlossen. Schwimmbäder sind Bewegungsstätten für jung bis alt. Auch bei angespannten Haushaltslagen ist die Kommune im Rahmen der Daseinsvorsorge für die soziale Infrastruktur zuständig. Gerade nach der Pandemie darf eine mangelnde Lobby besonders für Kinder und Jugendliche nicht das Erlernen des Schwimmens erneut ausbremsen. Laut einem Bericht der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages besteht ein Mangel an fehlenden Schwimmbädern in Reichweite. Alternative Bäder gibt es in Pinneberg nicht. Der Beschluss der Pinneberger Kommunalpolitik das Bad zu schließen, verläuft zudem konträr zur landesweit ausgerufen Schwimmoffensive. Alle Pinneberger: innen können nunmehr das Hallenbad für vier Monate im Jahr nicht nutzen. Besonders betroffen ist neben den Schulen auch der Gesundheits- und Rehasport.

1) Sprechen Sie sich für die Rücknahme des Beschlusses der Ratsversammlung vom 03.11.2022 und somit für eine dauerhafte Öffnung des Pinneberger Hallenbads aus?

2) Treten Sie/Ihre Partei für eine veränderte Prioritätensetzung zugunsten der Wichtigkeit des Schwimmunterrichts ein und wie wollen Sie konkret die landesweite Schwimmoffensive vor Ort in Pinneberg unterstützen?

Sport als Bildungsfaktor mitdenken

Der organisierte Sport ist ein Bildungsort, dessen Aufgabenspektrum immer größer und vielfältiger wird. Sportvereine sind Lernorte, die soziale Fähigkeiten vermitteln, das Miteinander fördern, zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen und somit für das gesellschaftliche Zusammenleben wichtige Werte vorleben und vermitteln. Zudem verfügt der Sport über ein vielfältiges und professionelles Qualifizierungssystem, das von Übungsleitenden bis Hauptamtlichen aus- und weiterbildet. Zum Schuljahr 2026/27 hat jedes Grundschulkind einen gesetzlichen Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung, sodass die Zusammenarbeit von Schule und Sport an Bedeutung zunehmen wird.

1) Wie kann das Zusammenwirken von Schule und Sport auf Augenhöhe gestärkt werden?

2) Sehen Sie im organisierten Sport einen Bildungspartner, der in der Ganztagsbetreuung gesetzliche Aufgaben übernimmt?

Sport-Infrastruktur in Pinneberg

Nach wie vor gibt es einen Fehlbedarf an Schul- und Vereinssportflächen in Pinneberg. In der Bestandsanalyse zur Sportentwicklungsplanung wurde festgestellt, dass es in Pinneberg für den Schul- und Vereinssport an ausreichenden und geeigneten Sportstätten fehlt. So wurde der Bedarf für eine wettkampfgerechte Dreifeld-Sporthalle ermittelt. Zudem empfiehlt das beauftragte Institut mindestens drei Sportplätze in Kunstrasenspielfelder umzuwandeln.

1) Wie sieht Ihr Schwerpunkt in der kommenden Legislaturperiode zur Verbesserung der Sport-Infrastruktur in Pinneberg aus?

2) Wie kann die fachliche Kompetenz der Sportvereine in die Weiterentwicklung der sportlichen Infrastruktur Pinnebergs genutzt werden?

3) Wie kann die Kommunikation zwischen dem KSP, den Schulen, den Vereinen und der Verwaltung transparenter und effektiver gestaltet werden?

Sportfreundliche Stadt / Ehrenamt / Integration

Pinneberg wirbt damit, eine sportfreundliche Stadt zu sein, die das Ehrenamt und die Integration von Geflüchteten und Zugezogenen fördert. Der organisierte Sport trägt positiv zur Attraktivität der Stadt Pinneberg als Standort bei. Die ehrenamtlich Engagierten spielen dabei eine nicht zu vernachlässigende und tragende Rolle. Ohne sie wäre ein vielfältiges Freizeitangebot nicht umsetzbar und sie leisten Wichtiges für das soziale Miteinander. Dies bedarf ehrlicher Wertschätzung.

1) Ist Pinneberg Ihrer Meinung nach eine sportfreundliche Stadt? Wenn ja, warum, und wenn nein, warum nicht?

2) Welche konkreten Vorschläge haben Sie, um das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt attraktiver zu gestalten?

3) Welche Form der Unterstützung sehen Sie für die Integrationsarbeit der Sportvereine?

Am 20. April 2023 laden wir euch zum Pinneberger Sportforum im „Casino“, im 4. Obergeschoss der Sparkasse Pinneberg in der Rathauspassage (Friedrich-Ebert-Straße 33) ein. Beginn der Veranstaltung ist um 18:30 Uhr. Hier werden wir der Kommunalpolitik nochmal im Rahmen einer Podiumsdiskussion „auf den Zahn“ fühlen und kritisch nachfragen.

Alle Antworten in einer Übersicht als Download