VfL Pinneberg öffnet Vereinsangebote für ukrainische Flüchtlinge

- 14.03.2022
Die Zahl der Kriegs-Flüchtlinge aus der Ukraine, die nach Schleswig-Holstein kommen, steigt Tag für Tag. Der Vorstand des VfL Pinneberg hat nun beschlossen, dass ab sofort sämtliche Vereinsangebote des Vereins für alle ukrainischen Flüchtlinge kostenfrei geöffnet werden.
„Wir möchten diesen leidgeprüften Menschen ohne irgendwelche organisatorischen Hürden eine sofortige und unkomplizierte Teilnahme an allen Angeboten des VfL Pinneberg möglich machen“, so der Vereinsvorsitzende Carsten Lienau, der dazu ergänzt: „Sport ist vielleicht der beste Weg, um diesen Menschen Ablenkung zu bieten, soziale Kontakte zu knüpfen und unsere Solidarität zu zeigen. Sprachliche Barrieren gibt es dabei kaum“, so Lienau weiter, denn „Sport spricht alle Sprachen!“
Über die Öffnung des Sportbetriebes hinaus, wird der Vereinsvorstand gemeinsam mit den Abteilungen und Fachbereichen des VfL Pinneberg weitere Maßnahmen planen, um den Geflüchteten aus der Ukraine vor Ort zu helfen und sie zu unterstützen.
Lienau appelliert in diesem Zusammenhang an die Politik und die Verwaltung, keine Sporthallen zu schließen um sie als Sammelunterkünfte einzurichten. „Wenn wir diesen Menschen helfen wollen, brauchen wir offene Sporthallen, um den Sport auch anbieten zu können.“ Bereits 2015 wurde dieser Fehler gemacht, der die Integrationsarbeit der Sportvereine seinerzeit massiv beeinträchtigt hat. Geschlossene Hallen und Plätze haben in der Corona-Pandemie zudem dazu geführt, dass die Vereine zum Teil massiv Verluste von Mitgliedschaften hinnehmen musste. Viele Vereine leiden noch heute unter diesen Auswirkungen. Wenn jetzt erneut die Hallen geschlossen werden, ist das ein weiterer Rückschlag für den gemeinwohlorientierten Sport.
„Wenn wir helfen sollen – und das wollen wir– dann darf uns hierzu nicht die Grundlage entzogen werden“ so der VfL-Vorsitzende abschließend.








