VfL entthront Spitzenreiter Reviewed by Momizat on . Die Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg haben einen Ruf, der noch aus Verbandsliga-, vielleicht sogar Landesligazeiten stammt. Und zwar den, über eigentlic Die Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg haben einen Ruf, der noch aus Verbandsliga-, vielleicht sogar Landesligazeiten stammt. Und zwar den, über eigentlic Rating: 0
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VfL entthront Spitzenreiter

Die Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg haben einen Ruf, der noch aus Verbandsliga-, vielleicht sogar Landesligazeiten stammt. Und zwar den, über eigentlich keine besonders guten Techniker, Individualisten, Blockspieler oder spektakulären Angreifer zu verfügen. Aber trotzdem gehen sie am Ende oft als Sieger vom Platz und keiner weiß, warum. Mannschaftliche Geschlossenheit und unbändiger Kampfeswille waren lange der Erfolgsgarant.
Nun sind die angesprochenen Zeiten schon viele Jahre her und der Kader ist nur noch teilweise deckungsgleich. Und ohne eine individuelle Mindestqualität geht es auch in der Dritten Liga nicht. Trotzdem waren es am Wochenende die alten „Pinnacker Tugenden“, die das Spiel entschieden.
„Die Mannschaft hat sowohl kämpferisch als auch taktisch eine starke Leistung abgeliefert. Dafür gebührt dem gesamten Team ein Riesenkompliment“, freut sich Trainer Daniel Prade über den überraschend klaren 3:0-Sieg über den bisherigen Tabellenführer aus Magdeburg.
Im Gegensatz zum Saisonauftakt konnte Prade einen vollen zwölfköpfigen Kader aufbieten. Seine Startsechs legte direkt stark los und konnte einen deutlichen Vorsprung herausspielen. Vor allem mit guten Aufschlägen setzte der VfL die Gäste unter Druck und konnte sich mit 20:12 absetzen. Dann aber bissen sich die Gäste in die Partie, verkürzten auf 23:21 und das Momentum drohte zu kippen. Dann aber waren es Mittelblocker Janosch Maas und Außenangreifer Sebastian Tanner, die per Angriffsschlag bzw. per Ass dem VfL den ersten Durchgang sicherten. Im zweiten Satz dann aber umgekehrte Verhältnisse, die Pinneberger Annahme wackelte und einfache Fehler schlichen sich ein. „Vor allem im K1, also aus unserer eigenen Annahme heraus müssen wir konsequenter unsere Punktballsituationen nutzen“, bemängelt der Trainer. Bei 16:22 sah es nach einem Satzausgleich aus. Dann aber servierten Kapitän Lars Lydorf und Mittelblocker Peter Hoffmann stark und brachten ihre Blockspieler so in gute Ausgangspositionen. Eine 7:1-Serie ließ den VfL bei 23:23 ausgleichen und die Jahnhalle kochte. „Eine Wahnsinnsstimmung, die da von den Rängen kam“, so Lydorf. „Das kenne ich nur von unseren Zuschauern und die haben einen großen Anteil daran, dass wir den zweiten Satz noch umgebogen haben.“ Das Aufbäumen der Pinneberger wurde in der Verlängerung des Durchgangs mit 27:25 belohnt – auch, weil sie sich in der sogenannten Crunch-Time als das reifere und gierigere Team präsentierten. Kapitän Lydorf (erzielte als punktbester Spieler allein 19 der insgesamt 77 VfL-Punkte) agierte nahezu fehlerlos und Janosch Maas dominierte mit seinen 206 Zentimetern im Mittelblock.
Der VfL Pinneberg mit dem psychologischen Vorteil. Zuerst den eigenen klaren Vorsprung ins Ziel gerettet und dann den Magdeburger Siegeszug umgekehrt. Im dritten Durchgang entwickelte sich ein enger Schlagabtausch, in dem selten ein Team aus dem eigenen Aufschlag heraus erfolgreich war. Bei 23:23 nahm Daniel Prade seine letzte Auszeit und stellte sein Team nochmal ein. Mit Erfolg. Die nächsten beiden Punkte und damit der Sieg gingen an die Männer in weiß-blau.
„Mich hat vor allem die Konsequenz gefreut, mit der wir über weite Strecken agiert haben“, so Janosch Maas. „Das Ergebnis ohne Satzverlust ist ein Zeichen dafür, ich weiß gar nicht, wann uns zuletzt ein 3:0 gelungen ist.“ Es ist fast anderthalb Jahre her, in der vorletzten Saison in Warnemünde blieb die Mannschaft zuletzt mit weißer Weste.
Darauf auch am kommenden Wochenende zu hoffen, wäre vielleicht vermessen. Es geht nach Schöneiche, die in der Vorsaison ungeschlagener Meister wurden. Trotz eines Umbruchs dort wird Pinneberg dann wohl die Mannschaft mit den weniger guten Technikern, Individualisten, Blockspielern oder spektakulären Angreifern sein. Aber Moment: Da war doch etwas…

VfL Pinneberg – USC Magdeburg 3:0 (25:21, 27:25, 25:23; 78 min Nettospielzeit)
VfL Pinneberg: Kranich, Hoffmann, S. Rieck, Rückborn, C. Rieck, Maas, Kulisch, Lydorf, Krage, Camplair, Tanner, Sievers

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