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Sporttauchen

Sporttauchen

Unter dem Sporttauchen versteht man das Tauchen unter sportlichen oder freizeitlichen Aspekten. Im Vordergrund stehen körperliche Betätigung, Spaß und das Erleben der Unterwasserwelt. Damit grenzt sich das Sporttauchen vom technischen, beruflichen, militärischen oder wissenschaftlichen Tauchen ab. Der wesentlichste Unterschied zwischen dem Sporttauchen und den genannten Tauchformen besteht darin, dass beim Sporttauchen keine Mischgase als Atemgase eingesetzt werden, um eine größere Tiefe zu ermöglichen. Das Sporttauchen bleibt aus diesem Grund auf eine Tiefe von 40 Metern begrenzt.

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Beim Sporttauchen wird zwischen dem Gerätetauchen und dem Apnoetauchen unterschieden.

 

Gerätetauchen

Beim Gerätetauchen kommt ein Drucklufttauchgerät mit einer oder mehreren Pressluftflaschen zum Einsatz, die lediglich komprimierte Atemluft enthalten sowie ein sogenannter Lungenautomat. Voll gefüllte Pressluftflaschen weisen dabei einen Druck von bis zu 300 bar auf, was dem 300-fachen Umgebungsdruck auf der Erdoberfläche entspricht. Der Lungenautomat besteht aus zwei Stufen. Die erste Stufe, die direkt an die Flasche geschraubt wird, reduziert den Druck auf rund 10 bar. Die Druckluft wird dann über einen Schlauch zur zweiten Stufe direkt vor dem Mund des Tauchers geführt. Diese Stufe reduziert den Druck weiter auf den in der jeweiligen Tiefe herrschenden Umgebungsdruck. Auf diese Weise wird dem Taucher eine Atmung unter Wasser ermöglicht. Der Luftvorrat reicht bei flachen Tauchgängen bis über eine Stunde und reduziert sich bei zunehmender Tiefe.

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Eine Ausnahme stellt das Tauchen mit Nitrox dar. Vor allem Urlaubstaucher, die in kurzer Zeit viele Tauchgänge absolvieren, benutzen Nitrox anstelle von Pressluft. Nitrox ist lediglich mit Sauerstoff angereicherte Luft, weswegen Nitrox auch Enriched Air genannt wird. Durch den verringerten Stickstoffanteil erfolgt eine geringere Sättigung der Körpergewebe mit Stickstoff, und es werden längere Zeiten unter Wasser ermöglicht. Nachteil ist, dass sich die dabei erreichbaren Tiefen reduzieren.

Das Gerätetauchen weist sportartspezifische Risiken auf. Taucher lernen diese Risiken im Rahmen ihrer Tauchausbildung kennen und werden im verantwortungsvollen Umgang mit diesen Risiken geschult, sodass Sporttauchen für ausgebildete Taucher statistisch nicht riskanter ist, als andere Sportarten auch. Sofern Unfälle aber doch vorkommen, so sind diese zumeist recht medienwirksam. Die weit überwiegende Zahl dieser Unfälle lässt sich jedoch auf bewusste Verstöße gegen die vermittelten Grundlagen zurückführen, wie beispielsweise das drastische Überschreiten von Tiefenlimits ohne entsprechende Ausrüstung und Ausbildung oder das Tauchen ohne Tauchpartner. Selbst Haiangriffe sind extrem selten und zumeist auf das Füttern der Tiere zurückzuführen.

 

Apnoetauchen

Beim Apnoetauchen verzichtet der Taucher auf eine Atemluftversorgung. Mit anderen Worten: Der Taucher taucht lediglich mit angehaltener Luft. Zum Einsatz kommen nur Maske, Flossen, Bleigurt und Anzug.

Im sportlichen Wettkampf werden drei Kategorien unterschieden:

Das statische Zeittauchen sieht die Maximierung der Zeit unter Wasser vor. Hierbei bewegen sich die Taucher in der Regel nicht und treiben während der Übung bewegungslos im Wasser.

Beim Streckentauchen steht die Maximierung der unter Wasser zurückgelegten Strecke im Vordergrund. Es wird zwischen dem Tauchen mit Flossen, mit Monoflosse und ohne Flossen unterschieden.

Beim Tieftauchen geht es um die Maximierung der mit einem Atemzug erreichten Tiefe. Es wird unterschieden, ob der Taucher einen Bleigurt mit sich führt (constant weight), sich von einem Gewicht in die Tiefe ziehen lässt und ohne dieses wieder an die Oberfläche zurückkehrt (variable weight), oder sich von einem Gewicht in die Tiefe ziehen lässt und mittels eines Hebesacks wieder zurückkehrt (no-limit).

Aufgrund der nicht unerheblichen Risiken des Apnoetauchens werden diese Disziplinen im VfL Pinneberg ausschließlich unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt. Weiterhin werden die Breitensportgrenzen von maximal 3 Minuten unter Wasser, maximal 75 Metern Strecke unter Wasser und maximal 25 Metern Tiefe nicht überschritten.

 

Tauchscheine (Brevets)

Um mit dem Tauchgerät, den möglichen Situationen und potenziellen Gefahren beim Tauchen umgehen zu können, sind Tauchausbildungen notwendig. Jede erfolgreiche Ausbildung schließt mit dem Erwerb eines Tauchscheins (Brevet) ab. Brevets sowie ein ärztliches Attest sind auf Tauchbasen weltweit Voraussetzung, um Geräte ausleihen zu können und auf Tauchgänge mitgenommen zu werden. Der VfL Pinneberg ist über den Verband deutscher Sporttaucher (VDST) in der Confédération Mondiale Activités Subaquatique (CMAS), dem weltweiten Tauchsportverband, organisiert, deren Brevets bei uns erworben werden können.

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Tauchärztliche Untersuchung

Vor der Ausbildung zum Sporttaucher und danach in der Regel jährlich, sollte sich ein Taucher einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung bei einem Tauchmediziner unterziehen. Zwar kann theoretisch jeder Hausarzt ein solches Attest ausstellen, jedoch empfehlen wir die Konsultation eines in der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (www.gtuem.de) organisierten Taucharztes. Diese Mediziner weisen eine spezielle Ausbildung auf und können zu allen Fragen des Tauchens Stellung nehmen. Neben dem Brevet ist ein gültiges ärztliches Attest auf Tauchbasen Voraussetzung, um Geräte ausleihen zu können und auf Tauchgänge mitgenommen zu werden.

 

Ausrüstung

Ausrüstung

„Was braucht ein Sporttaucher und was kostet das?“ ist wohl eine der wichtigsten Fragen zum Sporttauchen. So selbstverständlich wie die Frage, so schwierig ist die Antwort. Aus diesem Grund wollen wir im Folgenden einzelne Ausrüstungskombinationen vorstellen, kurz erläutern wofür die jeweilige Kombination verwendet wird und die Kosten dafür benennen. Grundsätzlich gilt aber, dass man sich komplette Ausrüstungen für wenig Geld mieten kann. Lediglich eine gut sitzende Tauchermaske sollte immer vorhanden sein. Für die Mitglieder der Tauchsportgruppe des VfL-Pinneberg stehen vollständige Ausrüstungen zur Ausleihe zur Verfügung.

Viele Taucher führen jedoch an, dass sie sich sicherer fühlen, wenn sie sicherheitsrelevante Gegenstände, insbesondere den Lungenautomaten und den Tauchcomputer, selber besitzen und für deren Wartung selber sorgen können. Ein weiteres Argument wird häufig für den Kauf von Ausrüstungsgegenständen angeführt: Das persönliche Gefühl für Hygiene. Viele Taucher mögen sich nur ungerne Lungenautomaten oder Tauchanzüge leihen, sodass sich deren Anschaffung natürlich anbietet.

Auf der anderen Seite gibt es Ausrüstungsgegenstände, die viele Taucher überhaupt nicht anschaffen, wie einen Bleigurt oder eine Pressluftflasche. Alleine aufgrund des Gewichts verbietet sich oft eine Mitnahme in den Urlaub, sodass man sich diese Gegenstände bei Bedarf eh leiht.

 

Die ABC-Ausrüstung

Die ABC-Ausrüstung ist die Grundausrüstung jedes Tauchers. Sie besteht aus der Tauchermaske, dem Schnorchel und Schnorchelflossen mit geschlossenem Fußteil. Häufig wird eine erste ABC-Ausrüstung schon im Kindesalter angeschafft, denn sie ist nicht nur für das Hallenbadtraining, sondern auch für das Schnorcheln und das Apnoetauchen in warmen Gewässern vollkommen ausreichend.

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Die Tauchermaske dient dem Sehen unter Wasser, denn aufgrund der Lichtbrechung des Wassers kann der Mensch im Wasser nur sehr schlecht sehen. Die Tauchermaske unterscheidet sich von einer Schwimmbrille dadurch, dass die Nase des Tauchers mit in den Brillenkörper einbezogen ist. Hierfür gibt es zwei Gründe. Zum einen muss der Taucher mit zunehmender Tiefe den Druck in der Tauchermaske durch Ausatmen durch die Nase ausgleichen, um Verletzungen, sogenannten Barotraumen des Gesichts, vorzubeugen. Zum anderen kann der Taucher in die Maske eingedrungenes Wasser – ebenfalls durch Ausatmen – aus der Tauchermaske entfernen.

Bei der Anschaffung einer Tauchermaske gibt es nur ein entscheidendes Kriterium: Sie muss passen! Dies kann man leicht testen, indem man die Luft anhält und sich die Maske ohne Verwendung ihrer Bänder leicht an das Gesicht drückt. Hat sich die Maske festgesaugt und bleibt über längere Zeit am Gesicht hängen, passt die Maske. Gute Tauchermasken gibt es bereits ab EUR 20, wobei man den Gang in den Fachhandel nicht scheuen sollte.

Hinsichtlich der Beschaffenheit des Schnorchels sind viele Taucher recht leidenschaftslos. Jedoch ist auch hier zu empfehlen, nicht jede Mode mitzumachen. Als hilfreich haben sich Ventile am unteren Ende des Schnorchels erwiesen, die das Entfernen von eingedrungenem Wasser deutlich erleichtern. Als Kontraproduktiv haben sich jedoch Ventile am oberen Ende des Schnorchels gezeigt, die eigentlich das Eindringen von Wasser verhindern sollen. Derartige Ventile funktionieren häufig eher schlecht als recht. Ebenso kontraproduktiv haben sich Schnorchel mit einem flexiblen Schlauchteil zwischen Mundstück und Schnorchelrohr erwiesen. Diese Schnorchel sind zu instabil und fangen während des Schwimmens an sich zu verformen oder zu wackeln. Die Kosten für einen brauchbaren Schnorchel belaufen sich auf EUR 10 aufwärts.

Auch die Schnorchel- bzw. Schwimmbadflossen müssen im Wesentlichen passen. Wichtig ist hier noch der Härtegrad der Flosse. Anfänger sollten eher weiche oder mittelharte Flossen verwenden, da harte Flossen leichter zu Krämpfen in den Waden führen können. Trainierte Tauchern verwenden härtere Flossen, da diese einen größeren Vortrieb ermöglichen. Derartige Flossen sind ab EUR 25 im Handel zu erhalten.

 

Gerätetauchausrüstung

Kaum ein Taucher kauft sich sofort nach dem Einstieg in den Tauchsport auf einmal eine vollständige Tauchausrüstung. Trotzdem sollte man sich früh überlegen, wo und wie man tauchen möchte. So benötigt man für das Tauchen in warmen Gewässern, wie am Mittelmeer, am roten Meer oder in der Karibik eine gänzlich andere Ausrüstung, als für das Tauchen in Mitteleuropa. Das liegt daran, dass in Mitteleuropa die Seen und Meere bereits nach wenigen Tiefenmetern sehr niedrige Temperaturen aufweisen. Aus diesem Grund benötigt man andere Anzüge, um nicht zu frieren, aber auch höherwertige Lungenautomaten, um der Gefahr der Vereisung vorzubeugen, auch wann man nicht im Eiswasser taucht.

Taucher, die ausschließlich in warmen Gewässern tauchen, greifen hinsichtlich der Wahl des Anzugs auf Neoprenanzüge zurück. Beim Eintauchen dringt Wasser in den Neoprenanzug, welches nach und nach durch die Körperwärme erwärmt wird. Ein Abtransport der Wärme wird durch die Isolationswirkung des Neoprens verhindert. Es wird zwischen Nassanzügen und Halbtrockentauchanzügen unterschieden. Diese Bezeichnung kann aber täuschen, denn nass wird man auf jeden Fall. Halbtrockentauchanzüge verhindern nämlich nicht das Eindringen von Wasser, sie verhindern jedoch, durch besonders hochwertige Reißverschlüsse und enge Arm- und Fußmanschetten, den häufigen Austausch von Wasser, sodass das erwärmte Wasser besser im Anzug gehalten wird.

Neoprenanzüge gibt es in verschiedenen Stärken. Shortys, also Neoprenanzüge mit kurzen Armen und Beinen, sind ausschließlich für Tauchgänge in Äquatornähe oder im Schwimmbad geeignet. Shortys kosten ab EUR 29, wobei hier auf die Angebote großer Discountmärkte geachtet werden sollte. Anzüge bis 5mm Dicke sind für das Tauchen in der Karibik und für die Sommermonate am Mittelmeer ausreichend. Auch im Hochsommer bei sehr flachen Tauchgängen kann dieser Anzugtyp in Deutschland ebenfalls noch ausreichen. Anzüge mit 5mm Dicke kosten ab EUR 80. Anzüge mit rund 7mm Dicke können in Deutschland bereits gut getragen werden, wobei sie in Frühjahr und Herbst durch eine sogenannte Eisweste ergänzt werden. Das Tauchen im Winter macht in diesen Anzügen nur sehr verwegenen Tauchern Spass! Anzüge mit 7mm Neoprendicke kosten ab EUR 150.

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Trockentauchanzüge hingegen werden ihrem Namen aller Ehre, denn Sie bewahren den Taucher tatsächlich vor der Nässe. Sie sind in Deutschland auch in den Wintermonaten bequem tauchbar. Für die Isolation und die Tarierung können Trockentauchanzüge während des Tauchgangs mit Luft befüllt werden. Trockentauchanzüge kosten ab EUR 500, werden allerdings nur von fortgeschrittenen Tauchern verwendet.

Der Tauchanzug wird an den Füßen durch sogenannte Füßlinge ergänzt. Es handelt sich um Neoprenschuhe, die die gleiche Funktion des Tauchanzugs haben. Da man mit diesen Schuhen nun aber nicht mehr in die Schwimmbadflossen der ABC-Ausrüstung hineinkommt, benötigt man sogenannte Geräteflossen, die ein hinten offenes Fußteil und Fersenbänder, oder wie abgebildet, sogenannte Springstraps aufweisen. Füßlinge kosten ab EUR 25, Geräteflossen sind ab EUR 60 zu haben.

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Bekanntlich kommt beim Gerätetauchen ein Drucklufttauchgerät mit einer oder mehreren Pressluftflaschen zum Einsatz. Um den Druck der Pressluftflaschen an den Umgebungsdruck anzupassen wird ein sogenannter Lungenautomat benötigt. Der Lungenautomat besteht aus zwei Stufen. Die erste Stufe, die direkt an die Flasche geschraubt wird, reduziert den Druck auf rund 10 bar. Die Druckluft wird dann über einen Schlauch zur zweiten Stufe direkt vor dem Mund des Tauchers geführt. Diese Stufe reduziert den Druck weiter auf den in der jeweiligen Tiefe herrschenden Umgebungsdruck.

Alle Tauchsportverbände empfehlen weltweit den Einsatz eines sogenannten Oktopusses. Bei dem Oktopus handelt es sich um eine zweite zweite Stufe, die zumeist gelb gefärbt ist. Diese Stufe dient dabei nicht vorrangig als Backup für den Taucher selber, sondern als Backup für seinen Tauchpartner („Buddy“). Sofern dieser ein Problem mit der Luftversorgung bekommt, hat er die Möglichkeit, über den Oktopus an der Luftversorgung des Tauchers zu partizipieren.

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Als Oktopus kommen häufig geringerwertige zweite Stufen zum Einsatz, weshalb die dargestellte Kombination recht günstig ist. Jedoch ist diese Kombination für den Einsatz in Deutschland nicht empfehlenswert!

Für den Einsatz in mitteleuropäischen Gewässern sollten grundsätzlich nur nach DIN EN 250 normierte kaltwassergeeignete Lungenautomaten zum Einsatz kommen. Diese Norm garantiert zumindest bei Temperaturen über 10 Grad Vereisungssicherheit. Viele Oktopusse fallen bei dieser Bedingung bereits durch, sodass zwei vollwertige zweite Stufen zum Einsatz kommen sollten. Weiterhin sollte man sich vor Augen führen, dass die meisten Vereisungen in der ersten Stufe auftreten und nicht in der zweiten. Daher ist der Einsatz einer zweiten ersten Stufen notwendig. Mit anderen Worten: Es kommen zwei vollständige Lungenautomaten, die jeweils aus einer ersten und einer zweiten Stufe bestehen, zum Einsatz. Selbstverständlich benötigt man in diesem Fall auch eine Pressluftflasche mit zwei getrennten Abgängen bzw. Ventilen.

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Auf diese Weise hat nun aber auch der Taucher ein vollwertiges Backupsystem bei sich und kann im Notfall zwischen seinen beiden Luftversorgungen wechseln. Ein vollständiger kaltwassergeeigneter Lungenautomat, bestehend aus einer ersten und einer zweiten Stufe und ist ab EUR 200 zu haben, ein Set mit Oktopus ab EUR 250 und ein Set mit zwei vollständigen getrennten Systemen ist ab EUR 350 erhältlich. Das Finimeter, das die Überwachung des Luftbestandes ermöglicht, kostet ab EUR 50.

Weiterhin benötigt der Taucher eine Tarierweste. Mit ihrer Hilfe kann der Taucher in jeder Tiefe seinen Auftrieb durch Einblasen oder Ablassen von Luft genau regulieren und austarieren. Außerdem dient die Tarierweste als Tragegestell für die Druckluftflasche. An der Wasseroberfläche hilft die aufgeblasene Tarierweste dem Taucher, ohne großen Aufwand über Wasser zu bleiben. Bei den Tarierwesten werden ADV-Jackets und Wing-Jackets unterschieden. Tarierwesten können ab EUR 200 erworben werden.

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Um hinsichtlich der Länge und der Tiefe von Tauchgängen nicht versehentlich in gesundheitsgefährdende Bereiche vorzudringen, bietet sich der Einsatz eines Tauchcomputers an. Er überwacht sowohl Tauchzeit als auch Tiefe und dient dabei gleichzeitig als Tiefenmesser. Der Einsatz eines Tauchcomputers ist deutlich sicherer und komfortabler als der Einsatz von Tauchtabellen. Tauchcomputer kosten ab EUR 150. Luftintegrierte Computer, die gleichzeitig auch noch den Luftvorrat überwachen und dies in die Berechnung einbeziehen, können ab EUR 350 erworben werden. Beliebt bei Tauchern ist der Einsatz eines Kompasses, der für EUR 70 erworben werden kann. Tauchlampen sind ab EUR 35 zu haben. Bei diesen Ausrüstungsgegenständen ist erfahrungsgemäß keinerlei Grenze nach oben gesetzt. So kann man auch Tauchcomputer und Tauchlampen erwerben, die deutlich über EUR 1.000 kosten.

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Tauchplätze

Tauchplätze

Für die Hamburger und Pinneberger Taucher kommen eigentlich nur drei Möglichkeiten für das Tauchen in Frage: Das Tauchen im Kreidesee Hemmoor, das Tauchen in der Ostsee oder der Flug in den Urlaub. Die deutsche Nordseeküste ist aufgrund der flachen Küstenstrukturen eher ungeeignet.

 

Der Kreidesee Hemmoor

Der Kreidesee im Stadtteil Warstade ist die Hinterlassenschaft von 117 Jahren Zementproduktion. Von 1862 bis 1976 wurde hier Kreide abgebaut, die in einer Zementfabrik direkt am heutigen See verarbeitet wurde. Nach Ende des Abbaus füllte sich die Grube mit Grundwasser. Der ursprünglich 130 m tiefe See wurde durch Verfüllung von Trümmern und Bauschutt der ursprünglichen Kreidefabrik auf 60 m verflacht, ist aber damit noch immer das dritttiefste Gewässer Norddeutschlands und umfasst etwa 33 Hektar.

Als Tauch- und Freizeitzentrum ist der See auch international bekannt und ist auf Grund der Tiefe und der guten Sichtverhältnisse das Tauchermekka Norddeutschlands. Der See ist ganzjährig für Taucher gegen Gebühr geöffnet. Eine Tauchbasis mit Füllstation für Pressluft, Nitrox und Trimix ist vorhanden. Das Mitführen eines zweiten separaten Atemreglers ist zwingend vorgeschrieben. Weiterhin gelten strengste Regeln, deren Einhaltung -unter anderem durch Auslesen der Tauchcomputer- überwacht werden. Unter Wasser sind diverse Attraktionen vorhanden, wie Reste der ehemaligen Industrieanlage, Fahrzeuge, Flugzeuge, Schiffswracks etc.

Weiterhin können Bungalows für Übernachtungen gebucht werden.

Hemmoor liegt zwischen Stade und Cuxhafen und ist von Pinneberg aus sehr bequem über die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen zu erreichen.

 

Tauchspots an der Ostsee

Strande

Auf der Westseite der Kieler Förde liegt das Ostseebad Strande. Der Einstieg für die Taucher ist ein kleiner Sandstrand genau zwischen dem Sportboothafen des Kieler Olympiazentrums und dem Strander Sportboothafen. Ein großer Parkplatz ist vorhanden und nicht schwer zu finden. Wer über die Strandstraße nach Strande reinfährt, wird diesen gleich auf der rechten Seite entdecken. Die beste Tauchzeit ist auch hier eher außerhalb der Saison, wenn alle Sportboote an Land verfrachtet sind. Da dieser Tauchplatz recht geschützt liegt, gibt es dort keine nennenswerte Strömung. Die Sicht ist überwiegend gut. Besonders zu empfehlen ist das Betauchen der Olympiahafen-Außenmole. Die max. Tauchtiefe liegt hier allerdings nur bei 6m - 8m. Der Boden ist überwiegend schlammfrei. Je nach Jahreszeit kann man dort unterschiedliche Tierarten antreffen (Plattfisch usw.). Brenzlig wird es hier - wie fast überall in der Kieler Förde - nur zur Zeit der Kieler Woche. Ich kann eigentlich nur davon abraten, zu dieser Zeit dort oder überhaupt innerhalb der Förde tauchen zu gehen, da sich der Yachthafen Strande in unmittelbarer Nähe befindet. Wichtig: Schleppboje nicht vergessen, da hier hin und wieder kleine Motorboote vorbeituckern.



Surendorf

Über Kiel, auf der Südseite der Eckernförder Bucht liegt der kleine Ort Surendorf. Mit dem Auto sollte man auf einem erlaubten Platz parken, dann führt der Weg vorbei am Sportplatz und der örtlichen Kläranlage zu dem schönen Sandstrand. Rechts vom Weg befindet sich eine Militäranlage und einige Schilder warnen vor dem Betreten des militärischen Sperrgebietes.


Neben einer Brücke, die zu militärischen Bauten im Wasser führt, befindet sich im Wasser ein großes Trümmerfeld, das als Zielscheibe diente und zu einem Riff mutiert ist.
Taucher haben das Sperrgebiet seit vielen Jahren ignoriert, weil sich auf dem Trümmerfeld eine, für die Ostsee üppige, Unterwasserflora und Fauna angesiedelt hat. Entgegenkommend wurden die Taucher schon viele Jahre vom militärischen Personal geduldet. Es ist zu empfehlen dort nur am Wochenende zu tauchen, und auch nur in kleinen Gruppen.


An der Brücke muß man überhaupt nicht Tauchen, sondern man kann hinter der Brücke gut über den Strand einsteigen. Es ist hier sehr flach und man muß einige Meter Schnorcheln um zu dem Riff zu gelangen. Bei ablandigem Wind wird das mit guter Sicht belohnt.


Die Vielfalt der Grün- Braun- und Rotalgen ist enorm. An den Steinen kleben Seesterne in allen Farben. Hydrozoen haben ein Zuhause gefunden was auch die Vielfalt der Jungquallen erklärt. Blassgelb leuchtet der Brotkrumenschwamm an den Felsen, der sich den Platz an einigen Stellen mit der Zottigen Seerinde, die zu den Moostierchen gehört, teilen muß.
Eisenteile ragen vom Grund hoch, in der Dünung schaukelt an ihnen die Zottige Meersaite, eine Braunalge. Unter den Steinen kann man mit Glück einen Dorsch sehen, oder im Sand vor den Steinen, eine Scholle. Bewegungslos liegt an einem kleinen Stein ein Seeskorpion.

Taucher sollten sich an diesem wunderschönen Tauchplatz möglichst unauffällig benehmen. So kann man erreichen, daß man weiterhin geduldet wird, denn Rechte haben wir dort nicht. Beschwerlich ist nur der lange Anmarschweg von gut 500 Metern.