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15. Pinneberger Bärenturnier 2011

Am 24.09.2011 richtete der VfL Pinneberg zum 15. Mal in Folge das Judo-Bärenturnier für Kinder und Jugendliche in der großen Sporthalle der Theodor-Heuss-Schule aus. Dieses Turnier gehört zu den größten Judo-Wettkämpfen in Norddeutschland und findet auch international seinen Zuspruch. Mit 265 Judobegeisterten Sportlern, die in den Altersklassen U11, U14, U17 und U20 ihr Können zeigen wollten, konnte die Teilnehmerzahl des letzten Jahres sogar übertroffen werden. Die Kämpferinnen und Kämpfer kamen aus 27 Vereinen aus ganz Norddeutschland sowie Dänemark nach Pinneberg.

Das Bärenturnier war auch in diesem Jahr  wieder eine überaus gelungene Veranstaltung, die von einer tollen Wettkampfatmosphäre getragen wurde. Die Organisatoren, allen voran die verantwortliche Turnierleiterin Jessica Fritzsche und VfL-Judo Spartenleiter Olaf Bähr konnten sich dabei auf die Mithilfe der Vereinsmitglieder, aber auch auf die Hilfe vieler Eltern und befreundeter Vereine wie TuS Appen und Rellinger TV verlassen.

Um ein so großes Projekt auf die Beine stellen zu können, benötigt es die Mithilfe von Außerhalb. Somit konnten wir uns auch in diesem Jahr wieder auf die Unterstützung zahlreicher lokaler Sponsoren verlassen. Es konnte auch in diesem Jahr allen Siegern der jeweiligen Gewichtsklassen neben der Goldmedaille ein attraktiver Preis überreicht werden. Neu dabei war die Bäckerei Dwenger, die passend zum Turnier mit ihrem Maßkotchen, einem Bären, die Siegerehrung der U11 begleitet hat, was für die „Kleinen“ wohl eines der Highlights des Tages war.

In diesem Jahr wurde das Bärenturnier unterstützt von:

  • Stadtwerke Pinneberg
  • Pinnau.com
  • Sparkasse Südholstein
  • Tanzschule Leseberg, Pinneberg
  • Intersport Kunstmann, Pinneberg
  • Fleischerfachgeschäft Peter Raabe, Pinneberg
  • Axel Scheunemann Sanitär- Haustechnik und Elektro, Bönningstedt
  • Poppe und Partner Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater, Pinneberg
  • Autohaus Holger Lienau, Pinneberg
  • Wasserskiarena Pinneberg
  • Bäckerei Dwenger

Die Atmosphäre war herausragend und geprägt von vielen fairen und teils nervenaufreibenden Zweikämpfen. Für die Einhaltung der Kampfregeln sorgten lizenzierte Kampfrichter vom Hamburger Judoverband unter Leitung des Kampfrichterobmann Klaus Itzel.

Die Ergebnisse:

Dieses Jahr war für die Kämpfer des VfL Pinneberg ein besonders gutes Jahr, denn nachdem sie es als Verein in den letzten Jahren nur auf den dritten Platz geschafft haben, konnten sie sich dieses Jahr an die Spitze kämpfen und holten mit sechs mal Gold, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen den Sieg in der Gesamtwertung.

Der Medaillenspiegel der ortsnahen Vereine sieht wie folgt aus:

Verein Gold Silber Bronze Platzierung
VfL Pinneberg 6 3 5 1
TuRa Harksheide 4 4 6 4
JudoKlub Elmshorn 3 4 2 5
Rellinger TV 3 3 8 6
TSV Wedel 1 3 1 10
TSV Heist 1 2 0 13
TuS Appen 0 2 1 18
Blau-Weiß 96 Schenefeld 0 0 4 23

Einzelleistungen der Pinneberger Judoka:

In der weiblichen U14 konnten sich zwei der VfL´er Mädchen ganz an die Spitze kämpfen. Eine davon ist Florentine Burchert. Sie konnte bisher beim Bärenturnier zwar immer eine Platzierung vorweisen, stand aber in diesem Jahr das erste Mal ganz oben auf dem Treppchen. Sie kämpfte in der Gewichtsklasse bis 34 kg und hatte dort einen Kampf, den sie überzeugend schon nach wenigen Sekunden mit einer Sicheltechnik gewann. Die Zweite, die sich über Gold freuen konnte, ist Sandra Bähr. Als Tochter des ersten Vorsitzenden bewies sie, dass sie Judo im Blut hat. Sie zeigte in ihren Kämpfen, dass sie vor allem den Bodenkampf beherrscht, da sie all ihre drei Kämpfe dort entschied. Nachdem sie ihre ersten Beiden Kämpfe mit einem Haltegriff für sich entscheiden konnte, brachte sie ihre dritte Gegnerin mit einem Armstreckhebel zur Aufgabe.

In der männlichen U14 bis 50 kg. zeigte der erfolgsverwöhnte Lennard Trippensee wieder einmal sein Talent. Lennard setzte sich gegen 17 Mitstreiter durch. Bei seinen ersten beiden Begegnungen zeigte er seine Vorliebe für Hebeltechniken und konnte damit beide Kämpfe für sich entscheiden. In seinem dritten Kampf stand er nun im Finale, wo er auf Matthias Welzel, ebenfalls vom VfL Pinneberg, traf. Trotz der Tatsache, dass sie eigentlich Trainingspartner sind, lieferten die Beiden sich einen erbitterten Kampf, aus dem Lennard durch eine spektakuläre Bodentechnik mit abschließendem Hebel als Sieger hervor ging. Nachdem es für ihn auf dem letzten Bärenturnier nur für Bronze reichte, konnte er sich bei seiner dritten Teilnahme endlich ganz oben auf das Treppchen stellen.

In der männlichen U17 bis 48 kg. versuchte Lennart Witting sein Glück. Auch er musste gegen drei Gegner antreten. Sein erster Kontrahent war ihm deutlich unterlegen, sodass der Kampf schnell entschieden war. Seine zweite Begegnung war für ihn mit wesentlich mehr Anstrengung verbunden. Er konnte sich aber auch hier mit einer Hebeltechnik, dem Juji–gatame, durchsetzten. In seinem letzten Kampf traf er auf einen höher graduierten Kämpfer. Nachdem dieser einen scheinbar vielversprechenden Angriff wagte, reagierte Lennart jedoch sehr schnell und konterte ihn mit einer Fußtechnik. Für Lennart bedeutete dieser Sieg die Goldmedaille.

In der weiblichen U17 überzeugten die Geschwister Pilgenröther mit einem ersten Platz. Beide hatten einen Kampf, aus dem sie als Siegerinnen hervorgingen. Melina kämpfte in der Gewichtsklasse bis 52 kg in der sie ihre Gegnerin nach nur kurzer Zeit mit einem gekonnten Schulterwurf Ippon (ganzer Punkt) warf. Michelle ließ sich in ihrer Gewichtsklasse bis 57 kg mehr Zeit und kämpfte über die vollen vier Minuten, in denen ihr vier kleine Wertungen den Sieg bescherten.

Für unsere Silbermedaillen sorgten: Tim Barthmann (U14, -38 kg), Matthias Welzel (U14, -50 kg) und Lennart Bayer (U14, -55 kg).

Eine Bronzemedaille haben sich: Lara Oehler (U11, -26 kg), Marie Springborn (U11, -35 kg.), Gesine Janke (U14, -41 kg), Vincent Moll (U 14, -55 kg) und Nikolas Heinig (U 17, -62 kg) erkämpft.

 

Auch für das leibliche Wohl war während der Veranstaltung gesorgt. Viele Eltern brachten selbstgebackenen Kuchen mit. Dazu gab es Kaffee und Kaltgetränke sowie heiße Würstchen und belegte Brötchen als kulinarische Alternative.

Die glücklichen Gesichter der Nachwuchs-Judokämpfer sind Grund genug, das Judo Bärenturnier auch im nächsten Jahr wieder in Pinneberg auszurichten, meinen Jessica Fritzsche, Olaf Bähr, sowie alle Helfer.

 

Vanessa Schlage (Pressewartin), Hanspeter Raschle