Rose zu Ehren von Gerd-Stockmann
PINNEBERG. Ein festlicher Ball, ein spannendes Turnier und eine märchenhafte Show: Der Rosenball mit dem Tanz um die "Silbernen Rose" war auch in seinem 27. Jahr wieder ein unbestreitbarer Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Stadt. Bis auf den letzten Platz ausverkauft war der Festsaal im Hotel Cap Polonio.
Lang war die Liste der Prominenz, die der Organisator des Events und Ehrenvorsitzende der VfL-Tanzsportabteilung (TSA) Gerd Stockmann namentlich begrüßte. Kein Zweifel, diese "Drei-Säulen-Gala" der TSA ist längst eine Pinneberger Institution geworden und nicht mehr wegzudenken.
Eine emotionelle Rede eröffnete das Fest: Gerd Stockmann, dessen Name seit 21 Jahren fester Bestandteil des Erfolgsrezeptes ist, auf dem der Rosenball zu so großer Prominenz wachsen konnte, übergab die "Silberne Rose" - begehrte Trophäe in der Welt der Tanzturniere - an den neuen TSA-Chef Edgar Haßfurther. Denn der diesjährige Ball war der letzte unter Stockmanns Regie. Aus gesundheitlichen Gründen trat er zurück. Das Publikum erhob sich ihm zu Ehren und danke dem Herrn der ruhmreichen Rose mit lang anhaltendem Beifall.
Ein besonderes Abschiedsgeschenk für Stockmann hielt das Pinneberger Tanzpaar Nina-Chinju Uszkureit und Jonathan Rodrigues-Pérez bereit: Sie bescherten ihm eine persönlich gewidmete Latein-Show. Edgar Haßfurther versicherte den Pinnebergern, auch unter seiner Regie werde der beliebte Ball bleiben, was er ist: "Im nächsten Jahr wird nur das Datum anders sein."
Bis die Silberne Rose 2010 zu ihren Gewinnern fand, vergingen zahlreiche spannende Turnierrunden der Hauptgruppe S Standard. Sechs Paare waren angetreten, darunter drei aus Pinneberg, zwei aus den Niederlanden und ein Paar aus Norderstedt. Am Ende landete das Kunstwerk des Wedeler Juweliers Frank Zemke bei den Pinnebergern Melanie Ahl und Michael Wenger. Für sie war es bereits das zweite Mal: 2008 hatten sie sich die 25. Silberne Rose ertanzt. Diesmal aber nahmen sie den Preis nicht mit nach Hause. Stattdessen stifteten sie die Trophäe als "Gerd-Stockmann-Rose" dem TSA zum Verbleib im Klubbesitz.
Der Tisch der Ehrengäste hatte ebenfalls einen Preis zu vergeben, das "Silberne Röslein". Die Prominenz entschied sich für das Paar mit der weitesten Anreise, Samantha Kolijn und Dennis Voermans aus den Niederlanden.
Außer Konkurrenz aber nicht weniger eifrig wirbelte das Pinneberger Publikum zu den Klängen der Dresdner Tanz- und Galaband Fridjof Laubner über das Parkett. Und ganz zum Schluss gab es die Mitternachtsshow, einen märchenhaften Querschnitt durch die Hamburger Musicalgeschichte.
Aus dem Pinneberger Tageblatt vom 29.03.10


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