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"Mister Karate" erhält Verdienstnadel

 

Er ist der "Mister Karate" im VfL Pinneberg. Karl-Heinz Fischer gründete vor 40 Jahre die Abteilung für die asiatische Kampfkunst in Schleswig-Holsteins größtem Sportverein. Für dieses Engagement bekam er gestern Abend von Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Schlie (CDU) die Sportverdienstnadel überreicht.

In seiner Laudatio für den Pinneberger Sportler erinnerte der Minister an die Gründung der Sparte, die Fischer unmittelbar nach Beginn seines eigenen Karatetrainings forcierte. Innerhalb der vergangenen 40 Jahre sei die Abteilung auf 120 Mitglieder angewachsen. "Auch nach 31 Jahren als Abteilungsleiter macht Fischer weiter: Er ist mit großer Begeisterung ein anspruchsvoller und beliebter Trainer", lobte Schlie. Der Geehrte habe wöchentlich bis zu viereinhalb Stunden Unterricht erteilt, 120 Prüfungen mit bis zu 40 Beteiligten abgenommen. "Und er hat 52 Schwarzgurte erfolgreich auf die Dan-Prüfung vorbereitet", berichtete der Minister. Zudem, so Schlie, habe Fischer zehn Jahre lang Frauen- und Mädchen- sowie Kinder- und Seniorengruppen in Selbstverteidigung ausgebildet.

Insgesamt überreichte Schlie gestern im Haus des Sports in Kiel 27 von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen verliehene Sportplaketten und Sportverdienstnadeln. "Wir ehren Führungskräfte des Sports, weil die Frauen und Männer Verantwortung übernehmen, etwas auf die Beine stellen und andere zum Mitmachen ermuntern", sagte der Minister. Die Ehrenamtler leisteten damit einen wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft und das Lebensgefühl in Schleswig-Holstein. "Dieses Engagement ist ein ermutigendes Zeichen für Solidarität und Verantwortungsgefühl", sagte Schlie.

Der Innenminister rief die Bevölkerung auf, noch mehr bürgerschaftliches Engagement zu zeigen und beispielsweise Mitglied eines Sportvereins zu werden. Freude an der Bewegung, der Teamarbeit und der Anleitung junger und älterer Menschen seien die Motivationen der geehrten Sportler für ihre Vereins- und Verbandsarbeit. "Dieses Engagement braucht noch mehr Beachtung und öffentliche Anerkennung", sagte Schlie. Die Sportplakette und die Sportverdienstnadel des Landes seien ein sichtbarer Ausdruck für den Dank und die Hochachtung des Staates vor dem Ehrenamt.

Die Sportplakette wird seit 1961 verliehen. Jedes Jahr werden damit Sportler und Funktionäre ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise um den Sport verdient gemacht haben. Die Sportverdienstnadel wird diesem Jahr zum zwölften Mal an Frauen und Männer verliehen, die weniger im Rampenlicht stehen, ohne deren Engagement aber keine Veranstaltung, kein Training, keine Betreuung und damit kein Vereinsleben stattfinden würde.

Aus dem Pinneberger Tageblatt vom 10.03.10