Wegweiser: Home Aktuelles Neue Trainer und Kampfrichter

 

 

Newsletter abonieren

VfL Bildungsspender

Loginbereich

Neue Trainer und Kampfrichter

trainerlizens_1

Bereits im Januar begannen Lutz Chrobok, Valerij Diel, Andre Gieseler und Jessica Fritzsche die Ausbildung zum Trainer, welche mit der C-Lizenz abschließen würde. Neben der Ausbildung zum Judotrainer wurden die Teilnehmer in diesem Jahr erstmals gleichzeitig zum Kampfrichter ausgebildet.

Dieses neue Konzept wurde vom Hamburger Judo Verband initiiert, damit beide „Parteien“ die jeweils andere verstehen und besonders auch im Training auf Wettkampfregeln hinweisen können. Insgesamt umfasste die Ausbildung über 120 Übungsstunden, welche auf acht Wochenenden aufgeteilt wurden. Voraussetzung für die Erlangung einer solchen Lizenz ist das vollendete 18. Lebensjahr sowie mindestens der braune Gürtel.

In der Ausbildung zum Trainer ging es eher sekundär darum, Judo zu erlernen, und primär um die Vermittlung von Denkanstößen und Hilfestellungen wenn es zu der Frage kommt, mit welchen Mitteln und Wegen kann ich andere von unserem Sport begeistern und diese darin lehren. Dazu gehörten Dinge wie, Trainingspläne erstellen, die richtige Methode des Lehrens wählen sowie die Trainingslehre an sich.

Doch nicht nur die Trainingsinhalte waren Thematik in all den Wochen. Problemsituationen mit Kindern und auch Eltern sowie auch das oftmals tabuisierte Thema des sexuellen Missbrauchs wurden behandelt und führten dazu, dass man gewisse Situationen zukünftig anders bzw. einfach besser handhaben könnte. Den teilnehmenden Judoka wurde schnell bewusst, dass Trainer-Sein nicht ausschließlich damit zu tun hat, auf der Matte zu stehen und Techniken vorzuzeigen, sondern das ferner auch die Schulung in Kommunikation und dem richtigen Umgang miteinander nötig ist, um ein allumfassendes Training gewährleisten zu können.

Im Bereich der Kampfrichterei standen größtenteils die neuen Wettkampfregeln im Fokus der Ausbilder, welche von den Lizenz-Anwärtern in Videosequenzen angewandt werden mussten. Hierbei kam es auf ein wachsames Auge, sichere Regelkunde sowie eine schnelle Entscheidungsfindung an, wodurch einem erstmals wirklich bewusst wurde, dass dem Kampfrichter meist nur wenige Sekunden auf der Matte bleiben um die (möglichst) richtige Entscheidung zu treffen.

Die Ausbildung fand aber nicht allein an den einzelnen Wochenenden statt. Wie noch zu Schulzeiten erhielten die Teilnehmer Hausaufgaben, welche zur Prüfungszulassung erledigt und abgegeben werden mussten. Dazu gehörten zum einen die Erstellung eines Jahrestrainingsplans sowie die Hospitation bei einem „fremden“ Trainer eines anderen Vereins, um danach dann dessen Training zu analysieren.

Die Prüfung an sich bestand dann aus insgesamt drei Teilprüfungen. Neben einem schriftlichen Test, von insgesamt 15 Fragen aus dem Bereich der Trainerausbildung und 10 Fragen zur Kampfrichterei, wurde durch die Prüfungskommission, bestehend aus Helmut Behnke, Klaus Itzel und Lars Lange, auch das Bewegungsvorbild kritisch begutachtet und eine Lehrprobe bewertet. Nur wer alle drei Teilprüfungen erfolgreich ablegte, durfte sich am Ende über seine Trainer Lizenz freuen. Aufgrund der guten Vorbereitung durch die Lehrreferenten war dies aber für unsere vier Judoka kein Problem und alle bestanden souverän ihre Prüfung. Somit freut sich die Judosparte über vier frisch ausgebildete Trainer sowie drei neue Kampfrichter (Lutz war vorher schon einer Grinsen).

Nach all den, teilweise doch recht stressigen Wochenenden hatten alle Teilnehmer sich das Grillen nach erfolgreich beendeter Prüfung redlich verdient und konnten so den letzten Prüfungstag gemütlich ausklingen lassen.

 

Jessica Fritzsche