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Ippon Sports Cup Neumünster – Sechs Mal Edelmetall für VfL’er Judoka

Vom VfL gingen insgesamt 13 Judoka an den Start. In der Altersklasse unter 14 Jahren traten an diesem Tag Michael Schrade, Paul und Lennart Witting, Vincent Moll, Jakob Krauskopf, Lennard Trippensee, Lennart Bayer, Miriam Springborn und Melina Pilgenröther an.

In der Gewichtklasse -34 kg hatte Michael zwei Kämpfe. Da es sich bei diesem Turnier erst um seinen dritten Einsatz handelte agierte er dementsprechend unerfahren und musste sich leider zweimal geschlagen geben.

Vincent trat in der Klasse -40 kg an. Seinen ersten Kampf konnte er mit einer Yuko-Führung über die Zeit von drei Minuten für sich entscheiden. Im zweiten Kampf geriet Vincent an einen sehr erfahrenen Gegner, welcher die Bewegung von Vincent zu einem De-ashi-barai (Fußfeger) ausnutzte und mit einem Ippon gewann. In der nächsten Begegnung hat Vincent keine Möglichkeit gefunden um seinen Gegner ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können und wurde dann mit einem Tomoe-nage geworfen. Somit verlor Vincent das zweite Mal und schied aus.

Lennart Bayer ging an diesem Tag dreimal auf die Matte. Leider vermochte auch er sich nicht gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen und verlor seine Kämpfe durch eine Hebeltechnik und Ashi-waza (Fußtechniken).

In der Gewichtsklasse -43 kg hatten wir gleich vier Kämpfer am Start.

Jakob Krauskopf musste sich zunächst durch einen Uchi-mata (Schenkelwurf) geschlagen gegeben. Trotz guter Leistung geriet er in seinem zweiten Kampf aber in einen Haltegriff und verlor auch diesen. Somit schied Jakob aus.

Paul Witting konnte durch seine Technik einen Waza-ari und einen Yuko erzielen und gewann im ersten Kampf über die Zeit. Im nächsten Kampf wurde Paul mit der großen Außensicher, dem O-soto-otoshi, geworfen. Der dritte und letzte Kampf war entscheidend, ob Paul den dritten Platz noch erreichen würde oder nicht. Er trat gegen einen starken Dänen an, welchen er mit einer Fußtechnik nach hinten werfen konnte. Somit war Paul verdienter Sieger des 3. Platzes und konnte an seine Leistung von den vergangenen Hamburger Einzelmeisterschaften anknüpfen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass er am kommenden Sonntag in Norderstedt weiterhin diese Leistung erbringen kann, um auch auf den Norddeutschen Einzelmeisterschaften erfolgreich zu sein.

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Lennard Trippensee begann leider auch mit einer Niederlage, konnte den zweiten Kampf aber durch gezieltes Nachsetzen im Boden und einem daraus resultierenden Hebel für sich entscheiden. Im dritten Kampf kam es dann zum vereinsinternen Duell zwischen Lennard T. und Lennart W.

Lennart Witting verlor zuvor ebenfalls seinen Auftaktkampf. In seinem zweiten Kampf griff Lennart konsequent mit dem Tai-otoshi (Körpersturz) an und erhielt dafür einen Ippon. Gegen Lennard T. fand er dann aber kein Mittel um dessen Morote-seoi-nage (beidhändiger Schulterwurf) zu verhindern und verlor. Für Lennard Trippensee bedeutete dieser Sieg ebenfalls den 3. Platz.

m1Melina zeigte sich in ihrem ersten Kampf aktiver als ihre Gegnerin, dennoch konnte keine in der regulären Kampfzeit eine Wertung erzielen. Im so genannten Golden Score (Verlängerung) wurde Melinas Gegnerin immer aktiver und zeigte mehrere Wurfansätze. Da auch im Golden Score keine Wertung fiel entschied der Kampfrichter zu Ungunsten von Melina. Im zweiten Kampf trat Melina mit mehr Biss und Entschlossenheit auf die Matte. Folglich zwang sie ihre Gegnerin dann sehr schnell in den Boden und konnte sie dort zum Sieg im Haltegriff halten. Im Kampf um Platz 3 setzte Melina immer wieder ihren Tai-otoshi an. Diese Beharrlichkeit wurde wenig später mit einem Ippon und dem Sieg für Melina belohnt. Somit konnte auch sie sich aufs Treppchen kämpfen und belegte den 3. Platz.

Miriam hatte in der Klasse -57 kg lediglich eine Gegnerin und machte dieser das Leben

m2auf der Matte sehr schwer. Konsequent arbeitete Miriam an ihrem Griff für den Seoi-nage und gab ihrer Kontrahentin keine Chance eigene Angriffe zu starten. Nach mehreren starken Wurfansätzen von Miriam geriet der Kampf in die Bodenlage. Miriam Gegnerin versuchte sie dort zu hebeln, doch der Kampfrichter unterbracht den Kampf. Danach gab er dann doch noch den Ippon für den Hebel und der Kampf war beendet. Leider eine sehr zweifelhafte Entscheidung seitens des Kampfrichters, aber Miriam durfte sich trotzdem über den 2. Platz freuen. Durch die gezeigte Leistung sind die mitgefahrenen Trainer aber guter Dinge hinsichtlich der Norddeutschen Einzelmeisterschaften, denn auch Miriam wird dort am Sonntag antreten und hoffentlich weiterhin schönes Judo zeigen.

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Ebenfalls in der U14 trat Jasper Werwitzke vom TSV Heist an. Jasper trainiert in der Woche mehrfach beim VfL und konnte sich an diesem Tag souverän gegen seine beiden Gegner durchsetzen. Folglich belegter er verdientermaßen den 1. Platz.

 

 

 

In der Altersklasse der U17 betraten Eren Aga, Alex Gembora, Niklas Witting und Michelle Pilgenröther die Matte.

Eren kämpfte in der Gewichtsklasse -60 kg und gab seinen ersten Kampf leichtfertig her. Nach einer missglückten Selbstfalltechnik konnte er sich im Boden nicht mehr rechtzeitig „in Sicherheit“ bringen und verlor im Haltegriff. Sichtlich gezeichnet von diesem Patzer ging Eren dennoch zielstrebig in seinen zweiten Kampf. Er zeigte sofort, welche Technikvielfalt in ihm steckt und warf seinen Gegner mit einem Tai-otoshi links, wofür er einen Yuko erhielt. Nachdem sein Gegner sich dann einmal traute selber eine Technik anzusetzen nutzte Eren dessen Bewegung aus und warf diesen mit einem schönen Ushiro-goshi. Ippon für Eren und die erste Wut aus dem ersten Kampf war abgebaut. Der dritte Kampf begann ebenfalls sehr aktionsreich und Eren erhielt für seinen Konter mit einem Tani-otoshi (Talsturz) einen Waza-ari. Durch seinen O-uchi-gari (große Innensichel) machte er das Punktekonto dann voll und gewann durch Ippon. Im letzten Kampf ging es für Eren um den 3. Platz. Nach einem ausgeglichenen Start konnte sich Eren Gegner immer wieder mit seinem tiefen Seoi-nage durchsetzen. Dadurch erhielt er zunächst einen Yuko. Mit mehr Kontrolle führte dessen Technik dann zum Ippon und Eren musste sich geschlagen geben. Dennoch ein guter 5. Platz für Eren in der mit am stärksten besetzten Gewichtsklasse -60 kg.

Alex startete eine Klasse höher, -66 kg. Hier begann er sehr stark indem er seinen Griff konsequent durchsetzte. In der Wurfausführung verlor er dann zeitweise die Spannung und dies nutzte sein erfahrener Gegner aus um ihn zu kontern. Somit verlor Alex diesen Kampf. Im nächsten konnte Alex seinen Griff nicht mehr so stark durchsetzen und geriet zweimal in die Bodenlage, wie sein Gegner versuchte ihn zu hebeln. Anfangs konnte sich Alex noch befreien, doch beim zweiten Versuch musste er sich im Juji-gatame geschlagen geben. Damit schied Alex aus.

Michelle hatte an diesem Tag drei Kämpfe in der Klasse -57 kg. Sie begann dominant m3und konnte auch in Führung gehen. Danach ließ ihre Initiative aber nach und ihre Gegnerin konnte sich mit zwei Waza-ari den Sieg sichern. In Kampf zwei arbeitete sie zielstrebiger auf ihre Technik hin und konnte für ihren Soto-maki-komi (seitliches Einrollen) zweimal einen Waza-ari erzielen. Im letzten Kampf setzte sich Michelle erneut durch, konnte mit dem Soto-maki-komi aber nicht punkten. Nachdem ihre Gegnerin ihren Angriff blockte, wechselte Michelle die Richtung nach hinten zu einem Ko-soto-gake (kleines seitliches Einhängen), wofür sie einen Waza-ari erhielt. Diese Kombination führte Michelle dann im Boden in einem Haltegriff zu Ende und belegte schlussendlich den 2. Platz.

In der an diesem Tag wahrscheinlich stärksten besetzten Gewichtsklasse -81 kg musste Niklas nun beweisen, was er kann. Im Auftaktkampf nutzte er seine körperliche nÜberlegenheit aus und stürzte seinen Gegner zu Boden, wofür er einen Ippon erhielt. Nun traf Niklas auf einen Dänen, welcher ihm das Leben sichtlich schwer machte. Nachdem Niklas mit zwei Yuko und einem Waza-ari zurücklag konnte er sich dann auch nicht mehr aus dem Haltegriff des Dänen, dem späteren Turniersieger, befreien. Geschwächt vom Vorkampf fehlte Niklas im dritten Kampf die nötige Konzentration um seine Technik sauber vorzubereiten. Kurze Zeit später konnte sein Gegner ihn dann mit einer Selbstfalltechnik zu Boden bringen und im Haltegriff bis zum Ippon halten. Im vierten und letzten Kampf sammelte Niklas noch mal alle seine Kräfte zusammen und setzte nach einem Gleichstand von zwei Yuko konsequent im Boden nach, wobei er seinen Gegner durch eine Würgetechnik zur Aufgabe zwang. Diese Leistung wurde folglich mit einem verdienten 3. Platz belohnt.

Insgesamt konnte die Pinneberger Judoka vier Bronzemedaillen und zwei Silbermedaillen nach Hause nehmen.

Das Turnier war teilweise von sehr starken Kämpfern besetzt, welche in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen in den jeweiligen Kader-Auswahlen kämpfen. Verglichen mit deren Leistungen müssen sich unsere Kämpfer nicht verstecken.

Nun blickt aber alles erst einmal auf die Norddeutschen Einzelmeisterschaften am 28.11.2010 in Norderstedt.

 

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Jessica Fritzsche